Gestalten mit Parkett: Farben und HolzartenDie Raumgestaltung mit Parkett ist sehr vielfältig und abwechslungsreich, was natürlich in erster Line am Werkstoff Holz liegt. Bei Holz und damit auch bei Parkett gleicht kein Parkettstab dem anderen, so dass man sich mit einem Parkettboden immer einen ganz individuellen Fußbodenbelag ins Haus holt. Bei der Auswahl von Parkett sollte man daher aber auch überlegt vorgehen, vor allem sollte man sich darüber klar werden, was man mit dem Parkettboden aussagen will bzw. wie sich der Parkett in einem Raumkonzept verhalten soll. Grundsätzlich strahlt Holz zum Beispiel Wärme aus. Diesen Effekt kann man aber zum Beispiel verstärken, indem man zusätzlich noch einen Rotton wie Buche oder Kirsche wählt oder man schwächt ihn mit einer anderen Holzwahl ab. Farben haben nämlich entscheidenden Einfluss darauf, wie wir uns in einem Raum fühlen. Parkett lässt aber nicht nur durch sein Material und durch seine Farbe eine positive Atmosphäre aufkommen, sondern auch dadurch, dass es fußwarm und trittelastisch ist. Durch das Betreten eines mit Parkett ausgelegten Raumes werden also verschiedene Sinne positiv angesprochen. Dies muss ein anderer Bodenbelag erst einmal schaffen. Des Weiteren lassen sich beim Parkett mit hellen Hölzern und Farben Räumlichkeiten optisch vergrößern bzw. wirken sie weiter. Außerdem wirken Räume mit hellem Parkett wie zum Beispiel Ahorn leichter und filigran. Deshalb nutzen viele Privatleute hellen Parkett für Hausflure und Ähnliches während im gewerblichen Bereich Eingangshallen und Empfangsräume damit ausgestattet werden. Gerade weil die Farbe bei der Raumgestaltung so eine große Rolle spielt, sollte man jedoch wissen, dass Holz seine ursprüngliche Farbe noch ändern kann. Das bedeutet, dass dunkle Hölzer im Parkettboden meistens noch nachdunkeln, während helle Hölzer gelblich werden können. Dieser Prozess ist abhängig von der UV-Einstrahlung und ist im Normalfall einige Monate nach der Parkettverlegung abgeschlossen. Entscheidet man sich also für eine bestimmte Parkettfarbe sollte man dies in die Überlegungen mit einbeziehen und sich gegebenenfalls ein Muster zeigen lassen, das diesen Prozess schon hinter sich gebracht hat. Außerdem sollte man kurz nach dem Auslegen von Parkettboden nicht den ganzen Raum mit Teppichen und Möbeln voll stellen, da ansonsten die Farbveränderung nicht gleichmäßig verläuft. Parkettböden können vor dem Versiegeln oder dem Ölen auch eingefärbt werden. Als Färbemittel unter Lackversiegelungen eignen sich dabei Holzbeizen und bei geölten Böden farbiges Holzöl. Neben der Farbe spielt bei Parkett aber natürlich auch die jeweilige Struktur der Holzart eine Rolle. Eichenholz und damit auch Parkett aus Eichenholz hat zum Beispiel eine ausgeprägte Maserung, die beim Betreten eines Raumes sofort ins Auge fällt. Wer lieber einen dezenteren Parkettboden möchte, kann sich zum Beispiel für Buche entscheiden. Eine besonders individuelle Möglichkeit ist die Kombination verschiedener Hölzer, wobei hier jedoch ein Fachmann zu Rate gezogen werden sollte. |
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