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    Parkettboden schleifen und renovieren

    Außer bei Fertigparkett, wo meist schon eine versiegelte Oberfläche vorliegt, müssen alle unversiegelten Parkettböden vor einer Oberflächenbehandlung mit Öl oder Lack geschliffen werden. Und will man einen alten Parkettboden erneuern, muss wiederum zunächst der Boden abgeschliffen werden, bevor eine neue Behandlung der Oberfläche erfolgen kann.

    Um einen Parkettboden - egal ob alt oder neu - gründlich und sauber abzuschleifen benötig man die entsprechenden Schleifmaschinen. Ein Abschleifen von Hand ist selbst in kleinen Räumen keine wirkliche Alternative, da nie ein so gleichmäßiges Bild erreicht werden kann, wie mit einer Schleifmaschine. Im Idealfall steht eine Parkettschleifmaschine zur Verfügung, die auch Profis verwenden. Im Werkzeugverleih, bei Fachhändlern oder in Baumärkten kann man solche Maschinen meist zu einem fairen Preis leihen, und wer einmal mit einer solchen Maschine gearbeitet hat, wird darauf nicht mehr verzichten wollen.

    Zunächst sollte dann ein Grobschliff erfolgen, der dafür sorgt, dass eine ebene Oberfläche entsteht. Wenn beim Verkleben des Parketts also kleine Unebenheiten entstanden sind, können diese mit dem ersten Schleifgang abgetragen werden. Für diesen Grobschliff eignen sich vor allem die Walzen- oder Bandschleifmaschinen unter der Parkettschleifern.

    Wie viele Schleifgänge im Übrigen insgesamt durchgeführt werden müssen hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei neuen Böden reicht meist ein Grob- und ein Feinschliff. Bei Renovierungsarbeiten kann es aber durchaus nötig sein, dass auf einen Grobschliff mehrere Mittelschliffe folgen müssen.

    Bei Renovierungen zeigen sich oft nämlich erst nach dem Schleifen feine Risse und sogar Fugen, die entweder durch weiteres Schleifen oder mit einer Fugenkittlösung ausgebessert werden müssen. Damit man diesen Fugenkitt später nicht sieht, empfiehlt es sich den Schleifstaub mit Fugenkitt zu mischen und dann in die Fugen zu schmieren. Wenn der Kitt getrocknet ist, muss nochmals geschliffen werden. Auch für den Mittel- und den abschließenden Feinschliff kann man eine Walzenschleifmaschine benutzen, Experten empfehlen jedoch eher Teller- oder Dreischeibenschleifmaschinen für diese feineren Arbeiten, weil diese Maschinen weniger abtragen und dadurch ein feineres Schleifbild erzeugen.

    Zu einem schönen Schleifbild trägt aber in hohem Maße die Handhabung der Schleifmaschinen bei: Wenn möglich sollte man von links nach rechts arbeiten und dabei in einer Ecke des Raumes beginnen, die dem Lichteinfall abgewandt ist. Man sollte beim Schleifen in Bahnen vorgehen, das heißt langsam und gleichmäßig zunächst in einer Bahn die Schleifmaschine durch das Zimmer schieben und sie dann auf der gleichen Bahn zurückziehen. Danach wird die Maschine um eine halbe Walzenbreite weiter gesetzt und die nächste Bahn kann beginnen. Wichtig ist es natürlich an allen Stellen gleich lange zu verweilen und die Schleifmaschine nie an einer Stelle stehen zu lassen. Man sollte weder das Tempo noch die Richtung wechseln.

    Für schwer erreichbare Stellen wie Ecken und Kanten eigenen sich übrigens Rand- und Eckenschleifmaschinen und für ganz unzugängliche Stellen Abziehmesser oder so genannte Ziehklingen. Das Schleifen ist mit einem letzten Feinschliff normalerweise abgeschlossen, wobei es in manchen Fällen nötig ist nach dem ersten Lack- bzw. Ölauftrag nochmals nachzuschleifen, wenn sich die Holzfasern aufstellen.

    Welche Körnung für welchen Schleifdurchgang verwendet wird, hängt von der Holzart, dem Alter des Parketts und den Schädigungen ab, so dass hier keine Pauschalempfehlungen abgegeben werden können.

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