Untergrundbeschaffenheit und UntergrundvorbereitungWer lange Freude am eigenen Parkett haben möchte, muss natürlich auf eine sorgfältige Verlegung achten. Dazu gehört unter anderem auch die richtige Vorbereitung des Untergrundes bzw. die Begutachtung der Untergrundbeschaffenheit. Parkettboden stellt nämlich einige Ansprüche an den Untergrund, wobei es zusätzlich Unterschiede zwischen schwimmend verlegtem Fertigparkett und vollflächig verklebtem Parkett gibt. Bei beiden Verlegvarianten gilt zunächst, dass die Untergrundfläche möglichst eben, sauber und trocken sein sollte. Bei der schwimmenden Verlegung können fast alle alten Bodenbeläge belassen und sozusagen überbelegt werden. Das heißt Untergründe wie Gussasphalt, Estrich-, Spanplatten-, Kunststoff-, Linoleum-, Parkett- und Dielenböden können mit neuen und schönen Parkettplatten belegt werden. Bei alten Dielenböden als Untergrund ist lediglich darauf zu achten, dass der neue Parkettboden in einem Winkel von 90° zum Fugenverlauf der alten Dielen verlegt wird, denn dann ergibt sich eine bessere Haltbarkeit des neuen Parkettbodens. Soll der neue Parkettboden mit dem Untergrund verklebt werden, muss der Untergrund zunächst einmal absolut rissfrei sein. Bei der schwimmenden Verlegung spielen kleine Risse keine Rolle, beim Verkleben von Parkett müssen sie aber vorher mit Epoxydharz geschlossen werden. Es ist bei der vollflächigen Verklebung von Parkett auch nicht möglich diese Verklebung auf einem alten Bodenbelag durchzuführen, das heißt solch ein Parkettboden kann nicht auf Teppich, Linoleum und PVC verlegt werden. Sind solche Bodenbeläge aber verklebt worden, ist dies ein gutes Zeichen, dass sich der Untergrund auch für Parkett eignet. In diesem Fall muss lediglich der alte Bodenbelag entfernt und der Untergrund muss für Parkett präpariert werden. In jedem Fall ist ein Voranstrich zu empfehlen, zum Beispiel mit einem Dispersionsanstrich oder mit einer Dispersionshaftbrücke. Daneben stehen für diese Aufgabe auch umweltfreundliche Spachtelmassen zur Verfügung, die zusätzlich hilfreich sind, wenn der Boden nicht eben ist oder ein Gefälle aufweist. Das Niveau sollte auf einer Meter Wegstrecke nämlich höchstens um 4 Millimeter variieren. Ausgleichsmasse kann hier wie gesagt bei Beton oder Estrichböden und auch bei Holzböden hilfreich sein, wobei man Unebenheiten natürlich auch einfach Abstemmen bzw. bei Holzböden durch Schleifen und Hobeln entfernen kann. Grundsätzlich kann Parkett aber auf Estrichen und glatten Betondecken und auch auf Steinzeug und Natursteinbeschlägen problemlos und ohne weitere Vorarbeiten verlegt und verklebt werden. Immer Vorausgesetzt der Boden ist eben. Dieses Verkleben erfolgt meist mit Dispersionsleim, allerdings können hier für unterschiedliche Bodenbeläge verschiedene Kleber in Frage kommen, so dass man sich hier ausführlich beraten lassen sollte. Grundsätzlich kann Parkett mit den entsprechenden Maßnahmen also auf fast allen Untergründen verlegt werden. |
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