Vor- und Nachteile der schwimmenden Verlegung von ParkettEinen Parkettboden professionell zu verlegen stellt heute nur noch teilweise eine Herausforderung für die handwerklichen Künste dar, denn vor allem mit der schwimmenden Verlegung von Parkett ist es durchaus auch für Laien möglich, einen Raum relativ schnell und gut mit Parkett zu verlegen. Parkett schwimmend zu verlegen bedeutet, dass die einzelnen Parkettbretter - oder bei Fertigparkett die Parkettelemente - nicht völlig mit dem Untergrund verbunden werden, sondern dass die Parkettelemente lediglich mit einander verbunden sind und damit lose auf dem Untergrund liegen. Die Parkettstücke werden bei der schwimmenden Verlegung also untereinander verleimt, liegen dann aber eben ohne weitere Befestigung auf dem Boden. Dies hat einige Vorteile: Zunächst einmal müssen nicht so hohe Ansprüche an den Boden gestellt werden, denn der Parkett wird ja nicht darauf geklebt. Lediglich eine ebene Fläche sollte gegeben und für eine entsprechende Trittschalldämmung muss gesorgt sein. Außerdem spart man sich die Kosten für den Kleber, den man bei einer vollständigen Verklebung benötigt. Die Menge an benötigtem Kleber reduziert sich bei der schwimmenden Verlegung enorm und dies hat nicht nur Auswirkungen auf den Geldbeutel. Durch den Verzicht auf große Klebermassen tut man unter Umständen auch der Gesundheit etwas gutes, denn die meisten Kleber enthalten Lösungsmittel, die gesundheitsschädlich sein können. Man sollte sich bei der Auswahl des Klebers im Übrigen gründlich beraten lassen. Ganz kann im Moment nicht auf Lösungsmittel verzichtet werden, doch es gibt durchaus lösungsmittelarme Kleber für Parkettböden und auf diese sollte man zurückgreifen, auch wenn sie etwas teurer sind. Natürlich hat die schwimmende Verlegung von Parkettboden aber nicht nur Vorteile sondern auch einige Nachteile: Was einige Verbraucher bei der schwimmenden Verlegung als Nachteil empfinden, ist der etwas höhere Trittschall. Dieser klingt meist etwas hohl. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der schwimmend verlegte Parkett beim Gehen darauf immer etwas nachgibt. Dadurch wird unter Umständen auch der Schall auf angrenzende Wände übertragen, was sich aber durch entsprechende Vorkehrungen und durch eine Trittschalldämmung verhindern lässt. Andere empfinden das Nachgeben des schwimmend verlegten Parketts allerdings sogar als wohltuend für die Bandscheiben. Grundsätzlich muss gesagt werden, dass die Lebensdauer von schwimmend verlegtem Parkett geringer ist, als bei fest verklebtem Parkett. Dies ist ebenfalls mit dem Nachgeben bei mechanischer Belastung in Verbindung zu bringen, denn dabei werden die Fugen ständig gedehnt und belastet, was mit der Zeit dazu führen kann, dass Wasser eindringt. Allerdings empfiehlt sich die schwimmende Verlegung aus diesem Grund gerade für all diejenigen, die nach einer absehbaren Zeit eine neue Einrichtung haben möchten und deshalb auch den Parkett entfernen wollen. Dies ist bei der schwimmenden Verlegung kein Problem während geklebter Parkett schwierig zu entfernen ist. |
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