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    Wie versiegelt man Parkettböden?

    Es ist unverzichtbar, dass Parkettböden nach dem Verlegen versiegelt bzw. geölt werden, denn nur so kann eine einfache Reinigung und eine lange Lebensdauer des Parkettbodens gewährleistet werden. Dabei gibt es zwischen diesen beiden Behandlungsmethoden eigentlich keine Qualitätsunterschiede, sondern es ist vielmehr eine Frage des Geschmacks, ob man sich für ölen oder lackieren entscheidet. Bei beiden Arbeiten handelt es sich auch um recht schwierige handwerkliche Tätigkeiten, die einiges an Übung verlangen, weshalb die Oberflächenvergütung von Parkett meist einem Fachmann überlassen wird. Dies gilt vor allem auch für Böden, die große Fugen aufweisen, denn dann eignen sich Versiegelungen nur bedingt und können nur von einem Fachmann durchgeführt werden, ohne dass man sichtbare Risse im Lack erhält. Selbst das Ölen ist in diesem Fall nicht ganz einfach.

    Wer sich die Oberflächenbehandlung von Parkett aber trotzdem selbst zutraut, sollte einiges beachten und wie folgt vorgehen: Hat man sich für eine Versiegelung entschieden, muss man sich zunächst einmal auf mehrere Arbeitsgänge einrichten, denn vor allem bei der Erstversiegelung ist es mit einem einfachen Aufbringen eines Lackes nicht getan.

    Bei einer Versiegelung mit Lack sollte auf dem Parkettboden ein Film entstehen, der eine widerstandsfähige Schicht bildet und dafür sind meist mehrer Gänge nötig. Man kann den Lack dabei mit einer Rolle oder einem Flächenstreicher aufbringen, dies hängt von der Größe des Raumes und den eigenen Vorlieben ab. Zunächst einmal ist es aber wichtig auf der Seite eines Raumes zu beginnen, von der der Lichteinfall am stärksten herrührt und dann in Bahnen quer zum Lichteinfall zu arbeiten. Diese Bahnen sollten allerdings keinesfalls breiter als etwa ein Meter sein. Wer bereits einmal mit Lacken gearbeitet hat weiß, dass sie unterschiedlich schnell ziehen bzw. in der Verarbeitung große Unterschiede aufweisen können. Daher ist es gerade für Anfänger empfehlenswert, mit kleinen Bahnen zu beginnen, um sich so an die Beschaffenheit und die Verarbeitungsart von Lacken zu gewöhnen. Wichtig ist des Weiteren sich akribisch genau an die Verarbeitungsrichtung zu halten und den Lack gleichmäßig aufzutragen. Nach der ersten Schicht erfolgt nämlich eine zweite Schicht, die im rechten Winkel zur ersten aufgetragen wird und wenn erforderlich, folgt dann der dritte Auftrag wieder in Richtung des ersten.

    Handelt es sich bei dem zu versiegelndem Boden um einen frisch geschliffenen Parkettboden ist es unter Umständen nötig zwischen dem ersten und dem zweiten Versiegelungsgang den Boden nachzuschleifen, denn frisch geschliffene Böden neigen dazu, aufzuquellen und die oberflächlichen Fasern aufzustellen. Unter Umständen muss deshalb auch ein extra Lackauftrag durchgeführt werden. Wer sich diese Mühe sparen will, kann das Parkett vor dem ersten Lackauftrag wässern. Dazu muss lediglich die Holzoberfläche etwas befeuchtet werden, denn dann kommt es ebenfalls zum Aufquellen und Aufstellen der Holzfasern, die dann aber bereits vor dem ersten Lackieren abgeschliffen werden können.

    Wie gesagt ist es empfehlenswert anfangs quer zum Lichteinfall zu arbeiten, allerdings sollte man grundsätzlich beim Versiegeln darauf achten, dass zu starke Sonnenstrahlung vermieden wird, denn dies lässt den Lack ungleichmäßig schnell härten. Für ein gleichmäßiges Ergebnis sind etwa 20°C Raumtemperatur und etwa 60% Luftfeuchtigkeit ideal, wobei man das Lüften nicht vernachlässigen sollte. Auch wenn die meisten Lacke heute keine Lösungsmittel mehr enthalten können die Dämpfe doch ganz schönes Kopfweh verursachen, dem man mit regelmäßigem Lüften entgegenwirken kann.

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